Nein, Influencer Marketing ist kein Hype

Hype, Trend, Buzzword – Influencer Marketing wird immer noch unterschätzt und banalisiert. Und ständig werden wir gefragt, ob Influencer Marketing überhaupt Zukunftschancen hat. Unsere Antwort ist immer dieselbe und soll an dieser Stelle festgehalten werden.

Genau genommen würden wir gerne bestätigen, dass Influencer Marketing neu und überhaupt der letzte Schrei ist. Haben nicht wir selbst als die „Generation Influencer“ das Influencer Marketing erfunden? Warum nicht viel Geld mit einem „Hype“ verdienen und sich mit 30 zur Ruhe setzen? Allein: Ganz so ist es nicht. Influencer Marketing ist erstens lediglich das neue Testimonial Marketing. Und das funktioniert zweitens so gut, dass es längst zum Marketing-Establishment gehört. Und weil drittens Vertrauen fantastisch über Influencer hergestellt werden kann, kann von Kurzfristigkeit keine Rede sein. Aber von vorn …

1. Influencer sind die besseren Testimonials

Testimonials sind wahrscheinlich jedem Marketer ein Begriff. Es handelt sich um Personen, die sich öffentlich für ein Produkt oder einen Service aussprechen. Das können je nach Produkt, Zielsetzung und Budget prominente Persönlichkeiten, aber auch Lieschen Müller sein – Hauptsache, die Glaubwürdigkeit stimmt und die Zielgruppe fasst Vertrauen. Es reicht wahrscheinlich schon, die Definition zu lesen, und die Ähnlichkeit zum Konzept von Influencer Marketing ist klar. Wir sagen: Influencer Marketing ist Testimonial Marketing mit höherer Geschwindigkeit, mehr Flexibilität, viel grösserer Reichweite, Unabhängigkeit von grossen Drittparteien und unzähligen Optionen zur Integration in andere Massnahmen. Und das Beste: Influencer Marketing bietet ein so gezieltes Targeting wie keine andere Marketing-Disziplin zuvor.

2. Was wirtschaftlich Sinn macht, bleibt

Influencer Marketing ist auch aus einem anderen und sehr einfachen Grund kein Hype: Es funktioniert extrem gut. Wenn sich eine Marketing-Kampagne mit Influencern und einem cleveren Social-Media-Mix günstiger realisieren lässt als Plakat- oder TV-Werbung und dabei noch mehr Menschen erreicht – warum sollte eine Brand damit aufhören? Das wird selbstverständlich nicht passieren. Nur weil einige Leute das Wort Influencer nicht mehr hören können oder manch erfolgreichen jungen Influencer nicht leiden mögen, wird Influencer Marketing nicht aufhören zu funktionieren. Denn es ist unglaublich differenziert. Die Menschen, denen ein bestimmter Influencer gefällt, sehen sich dessen Content an. Und dem Rest können die Posts egal sein. Das ist doch super!
Für eine Gruppe jedoch ist Influencer Marketing damit auch eine besondere Herausforderung: Für Marketing- und Brand-Manager. Sie waren vielleicht noch nie so eng in Kontakt mit ihrer Zielgruppe, die zum Teil 20 bis 30 Jahre jünger ist. Das erfordert persönliche Flexibilität, Perspektivenwechsel und schlichtweg auch die Eingewöhnung in eine völlig neue Sprache.

3. Trust bleibt eine Herausforderung für grosse Brands

Bei vielen Konsumenten sinkt das Vertrauen in Unternehmensmarken. Wer mag schon Konzerne? Lange versuchte man deshalb mit Whitelabels zu arbeiten, aber die immer strengeren Transparenzbestimmungen hebeln die Funktionsweise von Whitelabels aus. Und gerade junge Konsumenten kaufen durch Social Media und andere Kommunikationsapps immer besser und bewusster ein. Hier bietet Influencer Marketing auf lange Sicht das Potenzial, den Impact von Social Media mit Glaubwürdigkeit zu verbinden.

Fazit

Es wird nicht weniger, sondern mehr Influencer Marketing geben. Und zwar auf Kosten grosser Werbeunternehmen und der klassischen Medien. Somit wird es immer mehr Influencer geben, was mehr Auswahl für Brands und die bessere Abdeckung von Nischen bedeutet. Und mehr Influencer bedeutet: fallende Preise für kleinere Influencer (für die grossen werden sie steigen) und noch mehr Auswahl an richtig gutem Content. Tja, wir befürchten: Wir werden uns nicht in wenigen Jahren verrenten lassen können.

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